Hochzeitsbräuche - Beliebte Bräuche zur Hochzeit
Hochzeitsbräuche vor der Hochzeit:
Junggesellenabschied: Einer der beliebten Hochzeitsbräuche bei Männern ist das Feiern des Junggesellenabschieds. Früher trafen sich aus diesem Anlaß nur die Freunde mit dem Bräutigam, um noch einmal kräftig zu feiern. Meistens geht es auf Tour durch diverse Kneipen, wobei der Bräutigam die eine oder andere Überraschung erlebt und beispielsweise plötzlich mit wildfremden Damen eine Tanzeinlage auf`s Parkett legen soll. Karnevals- bzw. Faschingskostüme dienen ebenfalls häufig der Belustigung. Fast immer wird dieser Abend mit erheblichem Alkoholgenuß verbunden.
Heutzutage gibt es auch reine Frauenrunden, so daß auch die Braut nicht mehr ganz ungeschoren davonkommt.
Brautschuhpfennige: Einer der Hochzeitsbräuche für Frauen ist das Sammeln von Brautpfennigen. Die Sparsamkeit der Braut wird durch das Ansparen und Bezahlen der Brautschuhe mit Brautpfennigen symbolisiert.
Brautkleid: Einer der bekanntesten Hochzeitsbräuche ist der Kauf des Brautkleides ohne den Bräutigam, der das Hochzeitskleid erst zur Hochzeit zum ersten Mal zu sehen bekommt. In der Regel mit Beginn des Gottesdienstes. Die Kleider werden von der Braut normal zusammen mit der Mutter, der Schwester oder einer guten Freunden, die beratend zur Seite stehen ausgesucht. Ein guter Rat: Kümmern Sie sich rechtzeitig um Ihr Brautkleid. Es gibt fast kein Kleid, das von vorneherein wie angegossen past. Zumeist muß das Kleid noch ein oder zweimal Ihren Körpermaßen angepaßt werden. Das dauert durchaus bis zu mehrere Wochen!
Denken Sie bei der Auswahl besonders an zwei wesentliche Argumente:
1) Das Brautkleid sollte Ihrem Typ entsprechen. Zwängen Sie sich auf keinen Fall in ein viel zu enges Brautkleid. Es wird Ihnen den schönsten Tag des Lebens gründlich verderben.
2) Denken Sie daran, daß das Kleid auch Ihrem Bräutigam gefallen sollte. Dies ist nicht so einfach, da der Bräutigam beim Brautkleidkauf nicht beratend zur Seite steht. Kleine Anspielungen schon vor dem Kauf entlocken dem Bräutigam aber zumeist gute Anhaltspunkte.
Ein kleiner Tip: Kaufen Sie sich eine Hochzeitszeitung im Zeitschriftenhandel und gehen Sie die Brautmodenseiten mit Ihrem Bräutigam gemeinsam durch. Auch hierbei wird sich schnell herausstellen, welchen Geschmack der Bräutigam vertritt.
Hochzeitsbräuche nach der standesamtlichen Trauung oder dem Gottesdienst:
Beim feierlichen Auszug aus der Kirche oder aus dem Standesamt werden häufig Blumen gestreut. Vor dem Hochzeitspaar schreitende Blumenkinder werfen Blumenblätter als Zeichen der Fruchtbarkeit. Als gleiches Symbol gilt das Werfen von Reis. Man sollte aber zuvor den Pastor bzw. den Standesbeamten kontaktieren, ob diese nicht immer gerne gesehenen Bräuche erlaubt sind.
Ein Spalier der Freunde vor dem Kirchportal oder Standesamt, wobei jede Person auch eine Rose oder Sonnenblume in der Hand halten kann, stellt ebenfalls einen schönen Brauch dar. Dabei werden auch oftmals besondere Hobbys oder Berufsfelder des Hochzeitspaares symbolisch portraitiert.
Herz:
Das Hochzeitspaar muß ein Herz aus Stoff durchschreiten. Häufig trägt der Bräutigam seine Braut über die "Schwelle". Das Herz kann sowohl ausgeschnitten als auch nur angedeutet sein, damit das Hochzeitspaar dieses selbst herausschneiden kann.
Holzsägen:
Dem Hochzeitspaar wird nach dem Verlassen des Standesamtes oder der Kirche ein Holzpfahl in den Weg gelegt, den sie gemeinsam durchsägen müssen. Dieses Ritual symbolisiert eine Art Eheprobe. Das Hochzeitspaar soll zeigen, daß es von nun an alle Probleme gemeinsam meistert.
Autofahrt:
Um auf der Autofahrt zum Hochzeitslokal die Aufmerksamkeit der Anlieger zu erregen, werden neben üblichem Blumenschmuck auch scheppernde Gegenstände wie zum Beispiel Blechdosen am Hochzeitswagen befestigt. Die Hochzeitsgesellschaft macht zudem durch wiederholtes Hupen im gesamten Autokonvoi auf das Hochzeitspaar aufmerksam.
Bräuche zur Hochzeit für die Hochzeitsfeier:
Hochzeitstanz:
Einer der beliebten Hochzeitsbräuche, der Hochzeitstanz. Gewöhnlich eröffnet das Hochzeitspaar mit einem Wiener Walzer den Tanzabend. Deshalb unbedingt beachten: Grundschritt und ein oder zwei Figuren zum Wiener Walzer sind Pflicht !!! Wer hier keine Kenntnisse hat, sollte unbedingt vorher mit Freunden üben oder eine Tanzschule aufsuchen.
Hochzeitsbild malen:
Mit Beginn der Hochzeitsfeier wird eine weiße Leinwand aufgestellt und verschiedene Farben und Pinsel angeboten. Jeder Gast kann nun einen Ausschnitt dieses Bildes mitgestalten. Am Ende der Feier wird das Bild dem Hochzeitspaar überreicht.
Brautentführung:
Die Braut wird gerne in einem unachtsamen Moment des Bräutigams von Freunden oder bekannten der Braut entführt. Nun muß der Bräutigam die umliegenden Gaststätten besuchen, um die Braut ausfindig zu machen. Dabei wechseln die Entführer gerne ein- oder zweimal ihren Standort. Der Bräutigam hat in der Regel alle offenen Rechnungen in den Lokalen zu begleichen. Ein ganz wichtiger Tip an dieser Stelle: Hochzeit feiern soll Spaß machen, was auch für das Hochzeitspaar gilt. Deshalb unbedingt darauf achten, daß der Abend nicht in einer endlosen Sucherei endet und das Hochzeitsprogramm (Hochzeitsessen, Spiele etc.) stundenlang unterbrochen wird. Schon so manche Hochzeit wurde durch diesen Brauch wirklich zu einem "unvergeßlichen Tag", aber im negativen Sinne.
Brautstrauß werfen:
Einer der bekanntesten Hochzeitsbräuche ist das Werfen des Brautstraußes. Nach der Kirche oder auch zum Ende der Hochzeitsfeier wirft die Braut mit verbundenen Augen den Brautstrauß in die Menge der Hochzeitsgäste. Fangen dürfen den Strauß aber nur unverheiratete weibliche Personen. Man sagt, daß die Person, die den Brautstrauß fängt, als nächstes in den heiligen Stand der Ehe treten wird.









